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Zwei Sommerausstellungen im Leopold-Hoesch-Museum: Heijo Hangen und Egon Karl Nicolaus
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Zwei Sommerausstellungen im Leopold-Hoesch-Museum: Heijo Hangen und Egon Karl Nicolaus

Düren, den 12.07.2017

Düren. Das Leopold-Hoesch-Museum eröffnet am Sonntag, dem 16.07., um 12 Uhr, gleichzeitig zwei sehr unterschiedliche Ausstellungen, eine mit Werken von Egon Karl Nicolaus und eine mit Malerei von Heijo Hangen.

Zwei Sommerausstellungen ab 16. Juli im Leopold-Hoesch-Museum zu sehen.

Der Maler Heijo Hangen, 1927 in Bad Kreuznach geboren, ist einer der bedeutendsten Vertreter der konstruktiven Kunst in Deutschland und darüber hinaus in Europa. Als Teilnehmer der documenta 6 wurde er international bekannt und im Jahre 2013 mit dem „Peter C. Ruppert Preis für Europäischen Konstruktivismus“ in Würzburg geehrt. 
Anlässlich seines 90. Geburtstags im April 2017 präsentiert das Leopold-Hoesch-Museum eine retrospektive Ausstellung. Darüber hinaus besitzt das Dürener Museum das gesamte grafischen Werk von Hangen, das dieser als Schenkung der Hubertus Schoeller Stiftung übergeben hat. Die Ausstellung knüpft somit an den Sammlungsbestand der Hubertus Schoeller Stiftung an, der wesentlich aus Kunstwerken der Gruppe ZERO und konkreter Kunst besteht. 
Heijo Hangen arbeitet seit den siebziger Jahren mit einem standardisierten Modul, das er seitdem in allen seinen Bildern verwendet. Dadurch ist er in der Lage sogenannte „Kombi-Bilder“ zusammen zu stellen, d.h. Bilder aus verschiedenen Jahren können zusammengebracht und daraus ein neues „Kombibild“ kreiert werden. 
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Wienand Verlag. 
Kuratiert wird die Ausstellung von Hans-Peter Riese, Sammler und Experte für Konkrete Kunst in Deutschland.

„Impuls Paris“ ist der Titel der Ausstellung mit Werken von Egon Karl Nicolaus, der 1928 in Hamburg geboren und 1988 in Köln gestorben ist. 
Er zählt zu jenen deutschen Nachkriegskünstlern im Westen, die sich früh der Kunstszene in Paris zugewandt und ihr Leben und Werk der Avantgarde gewidmet haben. 
Im Paris der 1960er Jahre traf Egon Karl Nicolaus, bis dahin ein Vertreter der konstruktivistischen Malerei, auf Tachismus und Informel. Schnell schlugen sich diese Tendenzen auch in seinen Arbeiten nieder. In der ersten Hälfte der 1960er Jahre erschienen dann die ersten Zahlen in seinen Bildern, welche sich in den nächsten Jahren zum zentralen Motiv herausbildeten. Besann sich Nicolaus in den 1970ern wieder seiner konstruktivistischen Anfänge, so blieb die Zahl das Thema seiner Werke, auch als sein Pinselstrich in den 1980er Jahren wieder freier, breiter und gestischer wurde. Anhand von 66 Gemälden und hauptsächlich Papierarbeiten seiner Pariser Zeit wird der Weg des Künstlers sichtbar gemacht. 
Die Ausstellung im Leopold-Hoesch-Museum ist eine Kooperation mit der Egon Karl Nicolaus Stiftung, Köln. Anlässlich der Ausstellung gibt die Egon Karl Nicolaus Stiftung im Kehrer Verlag einen Katalog heraus. www.egon-karl-nicolaus.de

 

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